Gutenberg Kammerchor & Neymeyer Consort, © Prof. F. Koch© Prof. F. Koch

Musikkabarett am 19. September 2021 in der kath. Kirche Nieder-Saulheim

„Vanessa geht ins Konzert“

Vanessa geht ins Konzert: Eine Dame, die zuvor noch niemals einen klingenden Musentempel von innen gesehen hat, tut heute genau das – und dabei alles, was man dort eben nicht macht. Jeder kennt das: Da wird sich nicht zu leise unterhalten, ein anderer checkt schnell seine Mails auf dem Smartphone oder macht ein kurzes Video vom Konzert, das er dann sofort via Facebook oder Instagram verbreitet. Es wird mit Bonbonpapier geraschelt oder gehustet, woanders fällt etwas lautstark zu Boden – der große Loriot hatte zu diesem Thema mit dem „Hustenkonzert“ einen wunderbaren Sketch geschrieben, in dem er all diese Störgeräusche im Publikum vom Dirigenten eines Sinfonieorchesters mit dirigieren und diese dann sogar noch von vier Solisten produzieren lässt!

Ein Kind Musik liebender Eltern bekommt quasi mit der Muttermilch vermittelt, wie es sich im Konzertsaal benehmen sollte, denn Papa und Mama werden es schon bald dorthin mitnehmen. Für einen unbedarften Hörer aber bräuchte es einen Konzert-Knigge, wobei jener berühmte Adolph Freiherr von Knigge übrigens auch selbst ein Fagott-Konzert geschrieben hatte (übrigens in F-Dur). Tatsächlich finden sich im Internet solche Ratgeber, die zu Pünktlichkeit mahnen oder raten, mit dem Klatschen bis zum Ende einzelner Stücke zu warten und nicht nach jedem Satz zu applaudieren. Selbstverständlich fehlt nicht der Wunsch (und nicht nur aus Künstlersicht die dringende Bitte!), sein Handy auf Flugmodus zu stellen oder besser noch ganz auszuschalten. Ferner erfährt man, dass ein Konzertabend in der Regel 90 Minuten dauert, eine Oper aber durchaus auch mal etwas länger. Manche Konzertveranstalter drucken mittlerweile sogar die ungefähre Dauer der einzelnen Sinfonien oder Sonaten ab.

Was also ist „erlaubt“, was „verboten“? Natürlich sollte man möglichst vermeiden, die Musizierenden und andere Gäste zu stören. Wobei es in China übrigens Gang und Gäbe ist, selbst während eines Chorkonzerts zu essen, sich zu unterhalten oder umherzulaufen, wie Künstler berichten, die im Land des Lächelns auftraten. Was man über ein auffälliges Benehmen an diesem Ort wissen sollte, hat die Autorin Christina Tewinkel in ihrem wunderbaren (aktuell jedoch leider nur antiquarisch erhältlichen) Buch „Bin ich normal, wenn ich mich im Konzert langweile?“ unterhaltsam beschrieben.

Langeweile herrscht heute jedoch keinesfalls – weder für das Publikum, noch für die Künstler! Denn Vanessa, die heute zum ersten Mal ins Konzert geht, stellt zunächst einmal alles auf den Kopf. Mal sehen, wie der Dirigent und die Musizierenden darauf reagieren. Alle sollten dabei jedoch eines nicht vergessen: Es hätte noch schlimmer kommen können, denn auch wenn das Konzert „Vanessa geht ins Konzert heißt“, war die Kabarettistin Alice Hoffmann sozusagen in einem früheren Leben ja auch mal als s’Hilde die Gattin eines anderen berühmten Saarländers. Und man darf sich sicher sein: Die Künstler des Abends würden gar nicht zum Musizieren kommen, wenn der Becker Heinz auch noch da wäre …

Sonntag, 19. September 2021 – 17.00 und 20.00 Katholische Kirche Nieder-Saulheim
„Vanessa geht ins Konzert“ - musikalisches Kabarett mit Musik von G.P.Telemann

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