Gutenberg Kammerchor & Neymeyer Consort, © Prof. F. Koch© Prof. F. Koch

Orgelkonzert am 25. September 2021 in der ev. Kirche Partenheim

"Ton Koopman - Händel Orgelkonzerte“

Ein berühmter rheinland-pfälzischer Orgelbauer ist die noch heute weltweit tätige Firma Oberlinger in Windesheim bei Bad-Kreuznach. Sie baute Mitte der 1960-er Jahre die 1783 von Johann Georg Geib errichtete Orgel in der evangelischen Kirche in Partenheim um: Neben diversen Sanierungsarbeiten wurde ein elektrisches Gebläse eingesetzt. Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass in früheren Zeiten die „Kalfaktoren“ die Blasebälge zu treten hatten, um Luft in die verschiedenen Orgelpfeifen zu befördern – heute geschieht dies mit elektronisch erzeugtem Luftstrom, was natürlich den Vorteil einer konstanten Tonerzeugung hat.

Waren das 17. und 18. Jahrhundert für die Entwicklung der Orgelmusik prägend, stand die Klassik der „Königin der Instrumente“ etwas distanzierter gegenüber. Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart oder Ludwig van Beethoven konzentrierten sich mehr und mehr auf große Orchesterwerke. Erst in der Romantik wandte man sich wieder verstärkt der Orgel zu: Komponisten wie Felix Mendelssohn oder Johannes Brahms und später Max Reger schufen große Zyklen. In der Neuzeit wurden die Orgeln dann auch außerhalb der Gotteshäuser beliebt und erklangen in Konzertsälen und im 19. sowie 20. Jahrhundert dann auch in den Kinos zur Untermalung der Stummfilme.

Es ist vielleicht etwas gewagt, den Sprung vom Kinosaal der jüngeren Vergangenheit zurück in den Opernsaal im London des 17. Jahrhunderts zu vollziehen. Doch bot Georg Friedrich Händel seinem Publikum dort in den Pausen zwischen den Akten seiner Oratorien eine besondere Attraktion: Der in England als seinerzeit größte Organist bekannte Komponist ließ Musik nach Art des höchst beliebten italienischen Concertos erklingen und spielte an der Orgel selbst die Solostimme. Damit erklangen die ersten Orgelkonzerte der Musikgeschichte und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Insgesamt 16 dieser Konzerte stammen aus der Feder Händels. Der Spielraum für einen munteren Dialog zwischen Orgel und Orchester sowie Händels eigene Improvisationskunst führten übrigens dazu, dass diese „Pausenmusik“ nicht selten der eigentliche Publikumsmagnet der Oratorienaufführungen war.

Händel arbeitete stets unter enormen Zeitdruck: Er komponierte und probte, war für die ganze Organisation der Opern- und Oratorien zuständig und spielte natürlich auch selbst. Hierbei verließ er sich auf seine besondere Fähigkeit der Improvisation. Zuweilen ließ er ein altes Stück spielen und verzierte es an der Orgel mit ausladenden Verschönerungen oder hielt ganze Sätze für spontane Einfälle offen. In seinen letzten Lebensjahren litt der Komponist zunehmend unter schwindendem Augenlicht und verließ sich immer mehr auf seine improvisatorischen Fähigkeiten. Zuletzt diktierte er seinem Kopisten John Christopher Schmidt nur doch den groben Umriss eines Konzerts.

Mit dem niederländischen Organisten Ton Koopman ist heute einer der größten Interpreten Alter Musik an der Orgel sowie als Orchester- und Chordirigent zu Gast. In einem Interview sagte er über das Wesen der Orgel, sie habe eine Tendenz zum Seriösen, zum Intellektuellen. Aber es sei wichtig, dass man die heitere Seite nicht vergesse. Ihm ist es außerdem wichtig, dass man auf der Orgel die Kontraste herausarbeitet. Neben Koopman musizieren heute der Mainzer Musikprofessor Gerhard Gnann sowie exzellente junge Solistinnen und Solisten, die in einem Workshop und Wettbewerb der Orgelabteilung an der Hochschule für Musik Mainz für dieses Konzert ausgewählt wurden.

Samstag, 25. September 2021 – 17.00 und 20.00
Evangelische Kirche St. Peter Partenheim
G.F.Händel – Orgelkonzerte (an der historischen Geib-Orgel von 1783)

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