Gutenberg Kammerchor & Neymeyer Consort, © Prof. F. Koch© Prof. F. Koch

Pandemie inspiriert Veranstalter zu alternativen Konzertformen

Wörrstädter Musiktage gehen online

Nach der ersten erfolgreichen Ausgabe des im vergangenen Jahr neu gegründeten Festivals Internationale Musiktage Wörrstädter Land (IMWL) hatten die Verantwortlichen bereits die Konzerte für dieses Jahr geplant. Doch dann kam Corona. Um Präsenz zu zeigen, hatte der Künstlerische Leiter, der Mainzer Musikprofessor Felix Koch, gemeinsam mit den Verantwortlichen der veranstaltenden „Tourismus GmbH Wörrstädter Land“ für November ein kleines Ersatzfestival mit drei Konzerten geplant, doch die Pandemie machte durch den aktuellen Teil-Lockdown auch dies zunichte.

Gutenberg Kammerchor & Neymeyer Consort, © Prof. F. Koch

Dennoch wird es am letzten November-Wochenende Musik geben: im Internet, wo am 27., 28. und 29. November über den YouTube-Kanal der Verbandsgemeinde zwei eigens produzierte Online-Konzerte sowie als Finale der Mitschnitt des IMWL-  Eröffnungskonzerts aus dem vergangenen Jahr zu sehen und vor allem zu hören sein werden. „Uns war es wichtig zu zeigen, dass die Musik nicht verstummt und die Idee des Festivals weiterlebt“, erklärt Koch, der vor jedem Konzert ein paar erklärende Worte zu der Musik des jeweiligen Tages sagen wird. Jeweils 30 bis 45 Minuten gibt es dann Werke der Barockzeit: „Die Menschen brauchen jetzt etwas Kurzweiliges, an dem sie sich freuen können.“

Zustande kamen die Videoproduktionen durch eine Großspende im kleinen fünfstelligen Bereich. Sie kommt von einem musikbegeisterten Bürger, der jedoch anonym zu bleiben wünscht und ist zweckgebunden: Durch Onlineprojekte kann freiberuflichen Künstlern, die während der Pandemie nicht auftreten konnten, eine Plattform geboten und auch ein Honorar gezahlt werden. Auch die evangelische Kirchengemeinde Ober-Saulheim, die für die beiden Aufnahmen ihr Gotteshaus zur Verfügung stellte, tat dies mietfrei, berichtet Koch.

Am 27. November spielen Jonas Zschenderlein (Barockvioline) und Yoko Tanaka (Cembalo) die „Sonata representativa“ von Heinrich Ignaz Franz Biber sowie Werke von Georg Philipp Telemann. Am Tag darauf ist dann Koch selbst zu hören: Der Cellist musiziert zusammen mit Markus Stein (Cembalo) und Stefanie Schaefer (Mezzosopran) die Kantate „Vedendo amore“, von Georg Friedrich Händel, bevor dann am 29. November dessen berühmte Feuerwerksmusik zu hören ist.

Es passiert also etwas – auch in Zeiten der Pandemie. Und es geht weiter mit den IMWL, die vom Bund drei Jahre lang gefördert werden – durch Corona nun bis 2023: „Wir haben die ausgefallenen Konzerte auf 2021 verschoben“, freut sich Koch: „Und alle Künstler ziehen gerne mit.“ Wenn die Entwicklung es zulässt, werden dann unter anderem der amtierende Thomaskantor Gotthold Schwarz aus Leipzig und John Potter aus England zu hören sein; für das Prologkonzert ist Händels „Messiah“ geplant. „Wir haben in den vergangenen Monaten viel gelernt, wovon wir nun profitieren können“, sagt Koch: Sollte Corona bis dahin noch immer auch das konzertante Leben beherrschen, wird man seitens des IMWL mit Streamingkonzerten oder Formaten mit kürzeren Programmen und Wiederholungen arbeiten, um möglichst vielen Menschen in der Region den Kunstgenuss zu ermöglichen. Die zweiten IMWL sind in der Zeit zwischen 6. September und 17. Oktober geplant; bespielt werden, so die Festival-Idee, alte Dorfkirchen in Rheinhessen.

Auch Kirsten Metzler, Geschäftsführerin der veranstaltenden Tourismus GmbH, ist begeistert: „Mit Felix Koch haben wir einen Künstlerischen Leiter, der einfach für die Idee des Festivals brennt und alles unternimmt, um mit der Musik die Menschen in Rheinhessen zu erreichen.“ Dass der Musikprofessor derart onlineaffin sei, verstärke die kulturelle Strahlraft der Region weit über ihre Grenzen hinaus selbst in Zeiten einer Pandemie: „Und das ist ja genau das, was wir mit dem Festival erreichen wollen.“ 

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Es spielen Jonas Zschenderlein (Barockvioline) und Yoko Tanaka (Cembalo) die „Sonata representativa“ von Heinrich Ignaz Franz Biber sowie Werke von Georg Philipp Telemann.

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