Gutenberg Kammerchor & Neymeyer Consort, © Prof. F. Koch© Prof. F. Koch

Abschlussgala am 30.September 2021 in der kath. Kirche Sulzheim

Abschlusskonzert: „Concerti sacri“

Das letzte Konzert des diesjährigen Internationalen Musikfestivals Wörrstädter Land widmet sich der menschlichen Stimme. Sie steht im Mittelpunkt der musizierten Werke verschiedener Komponisten, mit denen sich das Publikum auf eine stilistische Reise durch die Musikgeschichte macht.

Dabei begegnet man Stücken unter anderem von Heinrich Schütz und Claudio Monteverdi. Es erklingen Soli, Duette und Terzette aus Schütz „Symphoniae sacrae“ und seinen „Kleinen geistlichen Konzerten“, wobei die Interpreten einen Bogen hin zu einem Komponisten schlagen, den man lange Jahre zu Unrecht als „Vielschreiber“ titulierte – dabei war Georg Philipp Telemann ein äußerst kreativer Geist, der der Nachwelt ein unfassbares Œuvre an musikalischer Vielfalt hinterlassen hat, zu dem er sich durch diverse Einflüsse unter anderem aus Italien inspirieren ließ.

Das Vermächtnis Telemanns wird seit den 1960er Jahren mit der Gründung des Zentrums für Telemann-Pflege und -Forschung in Magdeburg verstärkt gepflegt und erforscht. Renommierte Künstler wie die Mitglieder des Neumeyer Consorts unter der Leitung von Felix Koch sowie die Gesangssolisten des Abends widmen sich mit Vorliebe der Musik Telemanns, der dem Gesang in seinem Schaffen eine große Rolle zuwies. So schrieb er 1718: „Singen ist das Fundament zur Musik in allen Dingen. Wer die Komposition ergreift, muss in seinen Sätzen singen. Wer auf Instrumenten spielt, muss des Singens kundig sein. Also präge man das Singen jungen Leuten fleißig ein.“

Das tut beispielsweise Elisabeth Scholl als Professorin für Musik an der Hochschule für Musik in Mainz. Gemeinsam mit Felix Koch, dem Neumeyer Consort und ausgewählten Chorstimmen wie Gesangssolisten wirkt sie derzeit außerdem an einer Gesamteinspielung eines kompletten Kantaten-Jahrgangs aus der Feder Telemanns mit. Auch Gotthold Schwarz ist dem Komponisten tief verbunden: 2018 erhielt er den Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg für hervorragende Leistungen bei der Interpretation, Pflege und Erforschung von Leben und Musik des Komponisten. „Gotthold Schwarz ist ein exzellenter Kenner der Vokalwerke Telemanns“, rühmt die Jury damals: „Seine künstlerische Arbeit verrät ein feinsinniges Gespür für die textbezogene Musik und einen sensiblen sowie exzellenten Umgang mit der Musiksprache Telemanns.“ Mit beeindruckenden Erstaufführungen, Einspielungen für CD und Rundfunk sowie thematischen Telemann-Programmen habe Schwarz wichtige Beiträge zur Erschließung der Werke Telemanns für das heutige Musikleben geleistet.

Und der Sänger, der von 2015 bis 2021 Thomaskantor in Leipzig war, wäre sogar um ein Haar Nachfolger Telemanns in diesem Amt gewesen, wenn der nicht aufgrund einer üppigen Gehaltserhöhung lieber seine Arbeit als Kantor und Musikdirektor in Hamburg behalten hätte. In Leipzig kam dafür dann Johann Sebastian Bach zum Zug, der mit Telemann so freundschaftlich verbunden war, dass er den Kollegen zum Patenonkel seines Sohns Carl Philipp Emanuel erkor, der später wiederum Nachfolger seines Paten in Hamburg wurde. Mit diesem kleinen Hinweis auf den Gehaltsscheck des Komponisten sei ein weiterer Charakterzug Telemanns gestreift, denn er war nicht nur unglaublich produktiv, sondern auch geschäftstüchtig. Unter anderem hatte er als erster die heute gängigen Programmhefte angeboten. Und er schrieb über Jahre für jeden Sonntag des Kirchenjahres eine neue Kantate – mehr als 1.700 Werke! Aus einer dieser Sammlungen, dem zweiten Teil des „Harmonischen Gottesdienstes“, erklingen heute Werke für eine Singstimme und zwei Melodieinstrumente.

Donnerstag, 30. Sepetmber 2021 – 17.00 und 20.00/ Katholische Kirche Sulzheim
Abschlusskonzert – Concerti sacri

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